Unity in Diversity

Ausstellungsprojekt der SaiCare Stiftung mit geflüchteten Künstlern

In den zurückliegenden Jahren hat sich das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland nachhaltig verändert. Insbesondere die Flüchtlingsthematik spielte dabei eine zentrale Rolle. Um der damit einhergehenden Verunsicherung, Berührungsangst und Fremdheit etwas entgegenzusetzen, hat die SaiCare Stiftung im Juni 2018 über einen Zeitraum von drei Monaten in Köln ein Kunstprojekt mit Geflüchteten ins Leben gerufen. Angeregt von der Idee, gemeinsam auszustellen, wurden Geflüchtete und Migranten aus dem Iran, Irak, Syrien und Nigeria zu Kunstwerken inspiriert, die sich mit ihrer Flucht, ihrer aktuellen Situation sowie mit ihren Ängsten, Träumen und Visionen auseinandersetzen.

Unabhängig davon, in welcher Form sich Kunst präsentiert – ob in Literatur, Theater, Film, Musik oder bildender Kunst – ist Kunst eine Brücke zwischen einander fremden Kulturen und kann oft mehr Verständnis für das jeweils Fremde bewirken, als es je politische Maßnahmen vermögen. Insofern kann sie eine wahre Friedensstifterin sein. Kunst ist ein Medium, das für die oft kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Fragen ihre Antworten auf ästhetischer Ebene findet. Sie spricht gleichermaßen die Sinne und den Intellekt an, was ihr einen Vorteil gegenüber den Wissenschaften verschafft. Das macht sie auf der einen Seite leichter angreifbar, aber auf der anderen Seite auch sehr stark. Durch die Kunst und ihre Darstellung ist es der Gesellschaft möglich, einen leichteren Zugang zu dieser anderen Perspektive auf das Leben zu erhalten, wenn sie sich dieser denn öffnet.

Nach eineinhalb Jahren Recherche, in denen viele Begegnungen mit geflüchteten Künstlern und ihren Kunstwerken stattfanden, bildete sich allmählich das Ausstellungsprojekt „Unity in Diversity“ heraus, das seinen Titel einem Ausspruch von Sai Baba verdankt.

Event Date: 15.06.2018

 

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